Ängste auflösen

Sie sah sehr hübsch und gepflegt aus, hatte ausgesprochen feine Umgangsformen, war in ihrer Art offen, gebildet und zugewandt. Beim Erstgespräch in meiner Praxis fiel mir auf, dass ich niemals vermuten würde, wenn ich sie irgendwo auf der Straße oder im Berufsleben kennenlernen würde, dass diese Frau überhaupt ein langwieriges schweres Problem hat. Im Gegenteil, sie gehörte eher zu den Personen, vor denen man allein aufgrund ihres Auftretens, ihrer Manieren und Redegewandtheit gleich hohe Meinung und Respekt hat. Sie litt seit über 40 Jahren an einer Angststörung, ohne die sie selbst nicht einmal wusste, wie sie sein würde, wenn diese plötzlich nicht mehr da wäre…

Sie fühlte sich stets eingeschränkt, beklemmt, „eingezwängt“ in allen Situationen, die auch nur einen Hauch von Spannung oder Aufregung mit sich brachten. Wie zum Beispiel eine Party unter Gleichgesinnten, ein Ausbildungsabschluss oder Führerscheinprüfung, Probezeit bei einem neuen Arbeitgeber usw. Es ging so weit, dass sie mehrere neue begonnenen Stellen selbst gekündigt hatte, mehrere Ausbildungen und Studium abgebrochen hatte, kurz vor dem Abschluss, einfach, weil sie „ES“ nicht mehr „ausgehalten“ hatte… Und das obwohl es absolut klar war, dass es nicht am Umfeld lag und auch nicht an den Anforderungen, die an sie gestellt wurden, denn die Kollegen waren nett und der Chef auch. Das ihr eigenes Empfinden „verrückt“ sei, „unnormal“, „unlogisch“ usw. – war ihr schon lange bewusst und trotz mehrjähriger Psychotherapie hat ihr Körper, ihre Psyche immer wieder auf dieselbe Art und Weise stark reagiert in völlig unterschiedlichen Situationen. Sie hatte Beklemmungsgefühle, Herzrasen, Schweißausbrüche, Atemnot, konnte keine klaren Gedanken mehr fassen usw. Diese Situationen wiederholten sich jahrelang, kurzum: lebenslang.

I. So und so in der Art kommen viele Klienten in meine Praxis mit den Angst- und Panikstörungen und anderweitigen bestimmten Mustern, durch die sie sich blockiert, behindert in ihrem Leben fühlen. Manchmal treten diese ganz plötzlich auf und manchmal begleiten sie sie bereits jahrelang. Eine Angst- und Panikstörung kann ganz viele Gesichter haben. Wie zum Beispiel: Angst vor dem Auto fahren, vorm Fliegen, vorm Fahrstuhl fahren, beim Anblick von Tieren, wie Spinnen oder Hunden, beim Anblick vor Spritzen oder Arztpraxen, vor großen Höhen usw. Ganz viele Menschen, die damit leben, „funktionieren“ nach außen ganz gut und unauffällig, leiden aber in ihrem Inneren. Sie versuchen diese „Probleme“ zu verbergen vor der Außenwelt und die Situationen zu umgehen, wo diese sichtbar werden könnten für das Umfeld.

Eine gewisse Dosis an Angst ist gesund, denn das Gefühl der Angst schützt uns vor unüberlegten Handlungen (wie laufen am Brückengelände), sie schützt uns vor Gefahrenquellen (auf einen aggressiven Hund zuzugehen zum Beispiel), sie zeigt uns auch, wie wichtig bestimmte Situationen für unser Leben sind (wie Führerscheinprüfung). Ungesund ist die Angst dann, wenn sie einschränkend auf das Leben wirkt, wenn sie die Luft „zum Atmen raubt“, wenn sie in der normalen Lebensführung und in der Lebensqualität extrem einschränkt.


II. Nenen der Angst- und Panickstörung gibt es zudem auch ganz „normale“ Ängste und übersteigerte Nervosität, die besonderen Leidensdruck auslösen können, wie zum Beispiel vor bestimmten Ereignissen oder Situationen des Lebens:

Es ist wichtig, nicht nur zu wissen und zu verstehen, woher die Störung kam, sondern auch, die „neue“ Erfahrung ohne dieser Störung unmittelbar erleben zu können, sofort „fühlen“ zu können. Denn das Erlebte prägt sich viel schneller ein und verändert das Lebensgefühl unmittelbar gravierend. Das betrifft auch die Angst vor der Angst, so dass Sie direkt unmittelbar positive Erfahrungen in Ihrem angstbesetzen Bereich machen können: um die „neue“ Erfahrung zu fühlen, zu erleben und somit tief zu verankern. Der Kopf braucht manchmal etwas länger um zu begreifen, wenn die Störung verschwunden ist, gerade dann, wenn ein Mensch es gewohnt war mit der Angst und mit der Angst VOR der Angst zu leben. Wenn das Gefühl, das unmittelbar Erlebte aber ein  Erfolgserlebnis bestätigen können, kann auch der Verstand es tatsächlich glauben. 

Um sich selbst auch in der Zukunft helfen zu können, kann ich Ihnen bestimmte Werkzeuge, Rituale, etc. vermitteln, die Ihnen helfen Aufregung, Anspannung bereits VOR bestimmten Situationen abzubauen und beispielsweise Ängste zu minimieren. Eins der Verfahren hierfür ist zum Beispiel die Selbsthypnose, die erlernt werden kann.

Lernen wir uns kennen.

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